Die Umfrage wurde im März 2012 durchgeführt. 1014 Mitglieder des CleanEnergy Projects beantworteten zehn Multiple-Choice Fragen mit der Option auf individuelle Zusatzantworten bei vier Fragen. Die gesamte Dokumentation der Umfrageergebnisse steht zum Download und zur redaktionellen Verwendung zur Verfügung.
Was kann man sich unter einem Smart Home vorstellen? "Smart Home-Konzepte sprechen viele Bereiche an. Bekannt ist sicher die Integration von Energiequellen wie Solar-, Geothermal- oder Pellet- Heizsysteme, die Hausbesitzer unabhängiger von Energielieferanten machen. Eine intelligente Infrastruktur, betrifft aber auch eine mögliche Interaktion mit Energieanbietern sodass der Energieverbrauch und die Kosten gesenkt werden können. Darüber hinaus geht es um das Management von Geräten und Anlagen im Haus. Die Kontrolle der Geräte oder der Beleuchtung kann beispielsweise durch Power Line Kommunikation (PLC) geregelt werden. Diese Technologie nutzt die regulären Stromleitungen im Haus. Mit einem Adapter an der Steckdose kann man so Computer, Peripheriegeräte, TV- und Stereoanlagen etc. miteinander zu verbinden und beispielsweise HDTV-Videos vom Computer im Arbeitszimmer zum TV im Wohnzimmer übertragen", erklärt Jean-Philippe Faure von der IEEE Standards Association. 82 Prozent der Umfrageteilnehmer war das Grundkonzept eines Smart Home-Konzepts bekannt.
Auf die Frage, ob Smart Homes bereits umgesetzt werden oder Zukunftsmusik sind, gaben 47 Prozent an, dass dieses Konzept teilweise schon heute umgesetzt wird, 44 Prozent erwarten eine Umsetzung in den nächsten fünf bis zehn Jahren. 81 Prozent der Befragten würden gerne in einem Smart Home leben. Als Vorteil werden Übersicht und Kontrolle über den Energieverbrauch (76%) sowie dessen Senkung (81%) gesehen. Häufig wurde auch die Verbesserung des Wohnkomforts (71%) genannt. Nur sechs Prozent der Befragten lehnen Smart Homes ab und nennen dafür Gründe, wie Angst vor Datenmissbrauch und zu hohe Anschaffungskosten.
63 Prozent der Teilnehmer informieren sich bereits über Geräte zur Optimierung des Stromverbrauches. Weitere 33 Prozent signalisieren Interesse, sind aber noch wenig informiert. Einen genauen Überblick über den eigenen Stromverbrauch in den einzelnen Bereichen des Haushalts haben nach eigener Einschätzung 34 Prozent. Die Hälfte der Befragten hingegen kennt zwar die Stromkosten aber nicht wie viel Strom in den einzelnen Bereichen verbraucht wird. Von einem Smart Home erhoffen sich 83 Prozent der Befragten "Energiefresser" im Haushalt zu identifizieren und den Verbrauch dann gezielt senken zu können. Dabei wären sie nicht nur bereit, alte Geräte auszutauschen, sonder auch das eigene Verhalten zu ändern. Dazu erwarten sich die Befragten in Zukunft, auch durch eigne Energieproduktion unabhängiger von Energiekonzernen zu werden oder mit Smart Home-Konzepten spezielle Angebote von Energieversorgern mit niedrigen Tarifen nutzen zu können.
Was können Politik und Industrie tun, um Anreize zu schaffen? "Auf der einen Seite kann die Politik natürlich neue Technologien mit Förderprogrammen unterstützen. Wichtig ist jedoch, dass Politik und Industrie gleichzeitig auch die Verbraucher über Innovationen, deren Anwendungsbereiche und Vorteile aufklären, damit die neuen Technologien und Konzepte auch angenommen werden. Es könnten für die Nutzer auch spezielle Energietarife zu bestimmten Zeiten eingeführt werden", so Dr. Charlton Adams Vorstandsmitglied der IEEE-Organisation.
Die Befragten fordern mehr Initiative von Politik, Verbänden und der Industrie sowie eine breitere Aufklärung und Informationen über die Vorteile von Smart Homes und intelligenter Infrastruktur. Sie erwarten in diesem Zusammenhang Förderprogramme und spezielle Tarife, die einen Investitionsanreiz schaffen. Außerdem müssen Kunden über Datensicherheit und andere Bereiche aufgeklärt werden, in denen sie sich unsicher fühlen.
Die Dokumentation der Umfrageergebnisse gibt es als PDF Download unter http://www.gcpr.de/downloads/IEEE/S....anEnergy-Project-IEEE.pdf 
Ein Interview mit den Smart Grid und Smart Home-Experten Dr. Charlton Adams und Jean-Philippe Faure finden Sie hier http://www.cleanenergy-project.de/f....s/4962-interview-mit-ieee 
Über die IEEE Standards Association
Die IEEE Standards Association (IEEE-SA) gehört zu IEEE und ist eine weltweit anerkannte Organisation zur Etablierung von Standards. IEEE-SA entwickelt und verabschiedete Standards im Rahmen eines offenen, gemeinschaftlichen Prozesses unter aktiver Beteiligung der Industrie und unter Berücksichtigung zahlreicher Interessengruppen. IEEE Standards legen Spezifikationen und standardisierte Verfahren auf Basis aktueller wissenschaftlicher und technologischer Erkenntnisse fest. Das Portfolio von IEEE-SA umfasst über 900 angewandte Standards; mehr als 500 weitere befinden sich im Entwicklungsprozess. Weitere Informationen: standards.ieee.org